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Stollentrolls Tod

SEI STETS PÜNKTLICH UND ZUVERLÄSSIG

 du musst dich viel mehr anstrengen

 

ZIEH DICH ORDENTLICH AN - DU MUSST IMMER GUT AUSSEHEN

 zeig niemandem wie es dir wirklich geht, damit niemand sieht wie schwach du bist

 

KEINE TRÄNEN KEINE WUT  - BENIMM DICH - SEI STARK UND IMMER VERNÜNFTIG

 deine gefühle sind genauso falsch wie du 

 

hör mal, ich bin doch hier die einzige stimme, die dich durch den alltag bringt. die dafür sorgt, dass du in sicherheit bist - denn wenn du niemandem zeigst, wie es dir geht, dann kann dich damit auch niemand verletzen. dann lassen dich die anderen in ruhe. also hör nur weiter auf mich, vertrau mir

 Aber wenn ich auf dich höre, geht es mir oft nicht gut. Ich schlafe so schlecht und verliere den Appetit. Und ich glaub das liegt an dir, denn wenn ich auf dich höre, dann kann ich mich selbst kaum hören und mal ehrlich, das kann doch auch nicht so gut sein

 

so ein unsinn! ich bin wichtig und immer gut zu dir gewesen. wegen mir hast du überlebt, hörst du! nur wegen mir! also sei gefälligst ein wenig dankbarer und unterstell mir nix! wie willst du ohne mich den Dogmen der Gesellschaft gerecht werden? alleine schaffst du das nie. bedenke, du bist klein, schwach, dumm und hässlich, unzuverlässig und faul - ohne mich absolut unfähig

 

Nein

Es reicht

Ich habe mich gesehen. Und ich mag mich so wie ich bin, mit all meinen Fehlern. Ich glaube dir nicht mehr. Du hast deine Macht über mich verloren! 

Du kannst mich mal!

 

und was die gesellschaft angeht... die kann mich auch mal, wenn sie herausgefunden hat, wer sie eigentlich ist

 

 

 

17.6.16 19:55


Back to the basics

In letzter Zeit fällt mir immer wieder ein, wie ich mich als Kind gefühlt habe. Ich war mir stets bewusst was ich fühlte. Ich spürte meine Bedürfnisse ganz klar und konnte so besser für mich sorgen, als ich es heute kann.

Dabei sollte man doch annehmen, dass die Erfüllung von Bedürfnissen mit wachsenden Möglichkeiten eher leichter wird.

Doch dafür muss man seine Bedürfnisse zunächst einmal wahr nehmen können. Außerdem wachsen Ansprüche oft mit einem mit....

Nun, ich habe also festgestellt dass es mir immer schwerer fällt mich selbst zu spüren und klar wahr zu nehmen. Immer öfter wollte ich in meinem Leben meine Gefühle, die alles zu verkomplizieren schienen, ausschalten um funktionieren zu können. Anstatt auf mich zu achten, habe ich mich mehr und mehr ignoriert um anderen Ansprüchen und meinen eigenen genügen zu können.

Und nun sehe ich mich gezwungen, wieder neu zu lernen, was ich als Kind schon einmal konnte. Und es fällt mir nicht leicht, die Frustration darüber, etwas zu lernen, was ich einmal konnte und mir selbst dummerweise aberzogen habe, hin zu nehmen und nicht auf zu geben.

 Natürlich möchte ich nicht am Ende wie ein Kind im Supermarkt stehen und brüllen, dass ich aber unbedingt die Kaugummis haben will.

Aber ich möchte wieder unmittelbar spüren können, wenn mich etwas freut oder traurig macht und nicht erst am Ende des Tages überlegen müssen, ob und wann ich etwas gefühlt habe...

Es ist gefährlich sich nicht mehr selbst zu spüren. Dann reagiert man wie programmiert. Man lacht automatisiert, sobald man etwas offenkundig lustiges sieht, ärgert sich, ohne nachzudenken und handelt nach den Reaktionen, die unüberlegt  über das Verhalten bestimmen.

Ich denke, manchmal kann auch das hilfreich sein, aber so leben will ich nicht mehr. Denn auf diese Art zu leben, fühlt sich für mich an, als wäre mein Leben fremdbestimmt und nicht mehr von mir gesteuert. Es fühlt sich an, wie ein beliebiges Leben, dass so bei jedem im Schrank hängen könnte...

Ich hole mir mein Leben zurück, indem ich mich zwinge, immer wieder im Alltag inne zu halten und in mich zu gehen. Zum Beispiel, wenn ich an einer roten Ampel stehe, nutze ich den Moment um nach zu spüren was ich gerade höre, sehe, rieche, schmecke und vor allem fühle? Wo bin ich eigentlich gerade mit meinen Gedanken? Bin ich abgelenkt von etwas, dass mich nicht los lässt, oder bin ich bewusst im Augenblick? Was will ich? Brauche ich etwas?

Seitdem ich das mache, fällt mir auch auf, wie unaufmerksam ich gegenüber anderen Menschen geworden bin. Manchmal höre ich meinem Gegenüber nicht richtig zu, weil mich meine eigenen Gedanken unauffällig ablenken. Oder ich vergesse meine automatisiert gegebenen Zusagen auch ein zu halten, weil ich sie zu leicht vergesse ...

Zuerst habe ich mich dafür verurteilt. Erfahrungsgemäß bringt mich das aber nicht weiter. Also, arbeite ich weiter an meiner Aufmerksamkeit für mich selbst, um auch wieder anderen Menschen mit voller Aufmerksamkeit begegnen zu können.

Und ich möchte LAUT sagen:

DIE UM SICH GREIFENDE IGNORANZ BEGINNT MIT DER IGNORANZ GEGEN SICH SELBST

Achtet auf euch! Beachtet eure echten Bedürfnisse und greift nicht zu den leichten Wegen diese zu befriedigen. (Also wenn Du entspannen willst, mach doch ma n Spaziergang anstatt dein Handy, deine Zigarette an oder dein Bier auf) (Jaja, is mir auch klar wie das klingt, aber es stimmt nun mal) Denk erst nach, was du fühlst, was du wirklich brauchst, bevor du den Mund aufmachst..

 

(Hinweis: Das ist kein Befehl, sondern ein Ratschlag, der auf meinen Erfahrungen basiert.)

 

Seid lieb

Noxi

15.6.16 16:41


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